Weronika Berkan

1960 in Glogau geboren. Studium an der Fachhochschule Hannover – Bildende Kunst, Diplom.

Ich arbeite als Freischaffende/Selbstständige Künstlerin, jüngst an dem Projekt: Fast  Künstliche Intelligenz  –  Artefakten,  2021  (Almost Artificial Intelligence (A.I.) Artifacts).

Mein Raumgefühl ist seit über einem Jahr geschrumpft, was mich und viele andere geprägt hat. Wir sehnen uns nach neuen Räumlichkeiten. Ich wollte meinen begrenzten Lebensraum selbst erweitern. Wände in meinem Zimmer haben Namen bekommen: Die Richtungen der Welt.

Wenn ich nicht, wie gewohnt, reisen darf, werde ich die imaginäre Reise üben und zwar mit Lichtgeschwindigkeit. Die Substanz ist, woraus etwas besteht. Licht ist meine Substanz. Lichtstrahlen breiten sich immer geradlinig aus und ändern ihre Richtung nur dann, wenn sie auf einen Körper treffen. Glas ist mein Körper.

Ich mache nachts Fotos. An der Wand, mit Hilfe von passenden Lichtquellen, die meiner subjektiven und assoziierten Farbvorstellung entsprechen und damit die Richtungen der Welt zeigen, entstehen Lichtprojektionen durch das transparente Glas. So ergeben sich an der Wand verzerrte, gedehnte und seltsam verformte Lichtobjekte. Diese raffinierten Bilder (Foto-grafien, zu griechisch: Lichtaufzeichnung), die „Norden“ (etc.) in mein Gedächtnis die Reminiszenzen wachgerufen haben, will ich behalten.

Ich fotografiere willkürliche, freie und schwebende Landschaften, nein, besser „Raum-schaften“ (wie „immaterielle Objekte“), die ich als Artefakte betrachte.

Eine Fortsetzung des Projektes ist geplant: Outside the Wall. The 4th Dimension