Titus Reinarz

Löhndorf ist eine Ortschaft im Norden von Rheinland-Pfalz. Im Kreis Ahrweiler gelegen, gehört es zu Sinzig, ist nicht weit entfernt vom Rhein und nicht weit von der Ahr. Dort lebt und arbeitet der Bildhauer Titus Reinarz.
 
1948 in Bad Honnef geboren, beginnt er 1964 seinen Steinmetz- und Bildhauerweg bei den Mönchen in Maria Laach. In Köln studiert Reinarz bei Prof. Kurt Schwippert und Prof. Hans Karl Burgeff Bildhauerei. Es folgen ab den 1970er Jahren einige Preise und Auszeichnungen, zum Beispiel 1986 das grandiose Stipendium Villa Massimo in Rom. Im weiteren hat er einige Lehrtätigkeiten und betreibt sein Atelier eben in Löhndorf.
 
Das Bekenntnis zu den klassischen Techniken mit der spürbaren Liebe zum Material der Umsetzung, macht seine Werke gleich markant. Es überrascht nun nicht, seine Spuren im öffentlichen Raum an zahlreichen Plätzen zu finden. Auch im sakralen Bereich sind seine Formulierungen vertreten und werden gerne angefragt.
 
Reinarz will erzählen, ausdrücklich: Sprache durch Form. Das PAAR in Carrara Marmor ist so eine Figur, in der ich die besonderen Merkmale der Reinarz-Figur ganz explizit vertreten sehe und die mich in der Klarheit des Steines auch sehr beeindruckt.
 
Es ist heute nicht leicht, künstlerisch dem sakralen Bereich immer wieder neu Ausdruck und Form zu geben, ohne in bekannte Plattitüden wegzurutschen! Viele Künstler meiden eben ganz solche Aussagen. Reinarz nimmt dieses Wagnis an – und steht mit seiner Botschaft in einer, dem Geistigen dienenden Form und Tradition.
 
Auszüge aus der Rede von SVEN  SCHALENBERG zur Eröffnung der Ausstellung im Foyer des Abgeordnetenhauses des Landtages Rheinland-Pfalz in Mainz am 8.März 2017